
"Eine Welt in einem Land" – das verspricht Südafrika seinen Besuchern. Das südlichste Land Afrikas gehört nach dem friedlichen Ende der Apartheid, dem „Wunder am Kap“, zu den schönsten Reisezielen der Welt.
Die Reise beginnt in
Kapstadt: Tafelbucht und Tafelberg, die Kaphalbinsel mit dem Kap der Guten
Hoffnung, die Weinregion um Stellenbosch. Weiter geht’s entlang der Garden Route
vom Südkap über Mosselbay bis zum Tsitsikamma-Nationalpark. Nach einigen
Wanderungen in den Cedernbergen fahren wir weiter in den Norden über den Oranje
nach Namibia.
„Afrikas herbes Paradies“, „Land der Gegensätze“ oder „Kleinod Afrikas“ – so wird Namibia oft genannt. Sein Reiz liegt in der Abwechslung. Es ist eine faszinierende Mischung aus unberührter Natur, Menschen vieler Kulturen und Zeugnissen deutscher Kolonialgeschichte.
Zunächst fahren wir zum
Fish River Canyon, einem der größten Canyons der Welt. Auf einer Länge von 160
km hat sich der Fish River bis zu 550 m tief in den Boden eingefräst. Wir
besuchen das nostalgische Lüderitz, die Gründerstadt Namibias, und ganz in der
Nähe Kolmannskuppe, die einst reiche Diamantensucher-Siedlung. Als später der
Diamantenabbau eingestellt wurde, verließen die Bewohner ihren Ort und
Kolmanskuppe wurde endgültig zur Geisterstadt.
Zu den interessantesten und schönsten Regionen Namibias zählt die Namib-Wüste um Sossusvlei mit den höchsten Sanddünen der Welt. Zum Sonnenaufgang wandern wir auf eine der höchsten Dünen, die hier Höhen von 300 bis 400 m erreichen. Auch das Naukluft-Gebirge mit seinen schroffen Felsmassiven und tief eingeschnittenen Flusstälern erkunden wir zu Fuß.
Swakopmund, diese einzigartige Mischung aus deutschem Nordseebad, afrikanischer Bevölkerung und wüstenhafter Umgebung ist das Zentrum der deutschstämmigen namibischen Bevölkerung. Das Stadtbild ist durch zahlreiche Kolonialbauten geprägt. In der Nähe wandern wir an der Spitzkoppe, dem "Matterhorn Namibias", tief im Damara-Land. Weiter nördlich liegt der Brandberg mit den berühmten Felsmalereien der Buschmänner, allen voran der "White Lady". Den Abschluss dieser Bilderreise bildet der Waterberg, ein markanter Tafelberg, der seine Umgebung um bis zu 400 Meter überragt. Bekannt wurde der Ort durch die Schlacht am Waterberg im August 1904 während des Herero-Aufstandes.

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Wolfgang Röller
28.08.2007